Madeira & Portugal

Festland
Die Geschichte Portugals ist eine Geschichte der Entdeckungen. Fernweh und Sehnsucht, und immer dem Meer zugewandt. Dafür stehen Namen wie Heinrich der Seefahrer, Magellan oder Vasco de Gama, die in zwei Jahrhunderten mehr von der Welt entdeckten als die gesamte Menschheit vor ihnen. Portugal ist ein faszinierendes Land mit einer reichen Geschichte und so vielen Dingen die uns als heutige Besucher beeindrucken und begeistern. Portugal ist ein Labyrinth zauberhafter Bilder.

„Lissabon ist Portugal“, so sagt der Volksmund, „der Rest ist Landschaft“ … Die Siebenhügelstadt am Tejo zählt ohne Zweifel zu Europas faszinierendsten Metropolen. Die Stadt hat ein unbeschreibliches Kontrastprogramm – neumodisch hier, nostalgisch dort. Hier offenbaren sich Herz und Seele einer Nation, die im Vergangenen schwelgt und zugleich ihre Zukunft sucht. Zahlreiche Ausflugsziele gibt es in erreichbarer Entfernung.

Wer nordwärts reist, in Richtung Hügelland, Weinland, und der wichtigen Stadt Porto, der kann noch etwas von der Ursprünglichkeit der Landbevölkerung erleben.

Algarve
Wer südwärts reist kommt zur Algarve, zum südwestlichsten Zipfel Europas. Mit über 3000 Sonnenstunden im Jahr eine sonnenverwöhnte Küstenlandschaft mit weiten Stränden, kleinen Buchten und bizarren Felsformationen. Rot- und erdfarbene Felsenküsten rahmen die herrlichen Sandstrände ein. Nicht zu unrecht bezeichnen viele diese Küste als „die schönste Küste Europas“.

Portugal und besonders die Algarve ist ein einziger großer Garten. Hier gedeihen fast alle Blumen, Obst- und Gemüsesorten. Weite Anlagen mit Zitrusfrüchten ziehen sich durch´s Land. Schon im Januar und Februar ist die Landschaft in den weiß-rosa Schleier der Mandelbaumblüte gehüllt. Im Frühjahr badet sich die ganze herrliche Landschaft in einem Meer von Blüten.

Madeira
Angeblich soll Robert Machim, ein engl. Abenteurer, Madeira entdeckt haben, als er 1346 hier Schiffbruch erlitt. In den Geschichtsbüchern ist jedoch der portugisische Forscher Joao Concalves Zarco 1420 als Entdecker genannt. Zarco nannte seine Insel „Ilha da Madeira“ – Insel des Waldes.

Madeira, vulkanischen Ursprungs, ist auch heute noch eine blühende und bewaldete Insel. Mit 1862 m erhebt sich der Pico Ruivo über den Atlantik. Die hohen Berge sorgen für die Niederschläge, die Grund sind für die einzigartige Pflanzenvielfalt.

Die Naturschönheiten mit einer grandiosen Bergwelt, bizarren Küsten und beschaulichen Fischerdörfern machen den Charme und die Anziehungskraft der „Atlantikperle“ Madeira aus. Um die steilen Terrassenfelder bewässern zu können wurde ein weit verzweigtes Netz von Wasserkanälen angelegt. Man nennt sie „Levadas“. Es sollen 5000 km solcher Kanäle sein. Entlang vieler Levadas sind auch Wege angelegt. Diese sind (dem Wasser zufolge) nahezu eben. Hier lässt es sich besonders schön wandern.

Dies und die Tatsache, daß es im Frühjahr (wie eigentlich auf Madeira das ganze Jahr) wunderschön blüht, ist die ideale Voraussetzung für diese Reise.

Azoren
Nur relativ wenige Deutsche finden jedes Jahr den Weg auf das Azorenarchipel. Die neun Vulkaninseln, die sich über 640 km verstreut auf dem Mittelatlantischen Rücken erstrecken, sind noch wenig bekannt und gelten unter Kennern als ein echter Geheimtipp. Das hat dann auch mit der Preisgestaltung der Tourismustreibenden zu tun, die auf diese Weise den Massentourismus auf den Azoren eindämmen.

Uns ist das zu Portugal gehörende Archipel von den Meteorologen bekannt, die uns in ihren Vorhersagen mit dem Azorenhoch im Sommer sonniges Wetter und angenehme Temperaturen versprechen. Für die Azoren, in der Wettervergessenheit des Atlantiks, gilt dies nicht. Zwar macht das milde, gemäßigte Klima des Golfstroms die Inseln zu einem Ganzjahresziel für Urlauber mit Temperaturen zwischen 14 und 25 Grad. Aber sonst sagen die Einheimischen “Ein Tag – vier Jahreszeiten”.

Die Naturschönheiten der Azoren lassen sich kaum in Worte fassen. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und heiße Quellen, sowie Geysire wie in Island gehören dazu. Von der Vulkantätigkeit geformte bizarre Felsformationen, Täler und Berge. Viele der Vulkankrater haben sich in schillernde Seen verwandelt, deren sagenhafte Schönheit und Farbe weltweit gerühmt wird. Der vulkanische Ursprung hat der Insel auch fruchtbarsten Boden beschert, und so ist es vor allem auch die Flora, die den Besucher in ihren Bann zieht. – Hier sollte man wandern.